Online Formular: Aktienverkäufe und Depoteröffnung online vornehmen

Persönliche Anlageziele können sich unterscheiden, der Weg zum finanziellen Glück führt aber meist über Aktien und Fonds.Angesichts der dauerhaften Niedrigzinsen ist es kein Wunder, dass immer mehr Leute zu Aktieninhabern werden. Doch wie funktionieren der Handel und das Online Formular überhaupt?

Online Formular nutzen: Einstieg in die Welt der Aktien

Die einen wollen das Ersparte möglichst vervielfachen, die anderen hingegen wünschen sich, dass sie Teilhaber an ihrem liebsten Sportverein werden. Der Weg dahin führt über Aktien bzw. über das Depot, das Sie zuerst einrichten müssen. Leider scheint der Handel mit Aktien ein Buch mit sieben Siegeln zu sein, denn kaum jemand weiß über die Depoteröffnung über das Online Formular, über den Depotübertrag oder über die Kontoverwaltung Bescheid.

Es ist etwas anderes, mit Aktien zu handeln, wo teilweise hohe Summen auf dem Spiel stehen, als beispielsweise einfach nur besonders hochwertige Büromaterialien zu erwerben! Beide Handelsarten sind nicht gleich und so setzt der Kauf von Produkten ganz andere Dinge voraus als der Kauf von Wertpapieren.

Wer nun entschieden hat, dass die Welt der Wertpapiere eine goldene Zukunft bereithält und sich über seine persönlichen Ziele und Ideale für eine Geldanlage im Klaren ist, kann das Depot eröffnen. Das ist meist bei der Bank, bei der Sie auch Ihr Girokonto führen, ganz einfach und über das Online Formular rasch erledigt. Allerdings ist die Hausbank nicht zwingend auch eine gute Wahl, wenn Sie die Kosten für das Depot bedenken. Diese liegen häufig sehr hoch und ein Vergleich mit anderen Anbietern lohnt sich in jedem Fall.

Video: Depot eröffnen – Bitte NICHT ohne diese 3 Tipps!

Per Online Formular angemeldet: Depoteröffnung bei der Bank

Die Frage ist hier nur: Bei welcher Bank? Wer bietet die besten Konditionen und berät mich auch dann hervorragend, wenn ich mich als blutiger Anfänger oute? Die erste Anlaufstelle ist oft die Geschäftsbank, doch Direktbanken oder Internetbroker sind meist günstiger. Direktbanken punkten mit einem guten Service und umfassender Beratung, sind nur eben nicht vor Ort erreichbar. Sie sind ähnlich wie Geschäftsbanken aufgebaut, Ihren Berater erreichen Sie aber am besten per Telefon.

Die Leistungen der Direktbanken sind zu weitaus günstigeren Preisen zu haben, denn sie müssen keine Filialen unterhalten und sparen somit jede Mange Geld. Diese Einsparungen werden an die Kunden weitergegeben. Der Internet- bzw. Discountbroker ist noch einmal um einiges günstiger.

Hierbei handelt es sich um eine reine Depotbank, weitere Finanzdienstleistungen werden in der Regel nicht angeboten. Außerdem sparen Sie hier zwar Geld, eine Beratung oder Hilfe zum Online Formular bekommen Sie jedoch nicht. Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass die günstigste Leistung dort erhältlich ist, wo der Service am niedrigsten ist.

Wer sich in der Materie auskennt, dürfte damit kein Problem haben. Doch wer sich als Anfänger im Handel mit Aktien versuchen möchte, braucht jemanden an der Seite, der beratend einspringt und mit Fachwissen vor Fehlkäufen schützt. Wählen Sie einen Discountbroker, sollten Sie unbedingt darauf achten, wie sich die Handelskosten staffeln: Werden diese Kosten pauschal berechnet oder belaufen sie sich prozentual zum Wert der Wertpapiere selbst?

Das Kleingedruckte in den AGB lässt sich oft nur schwer verstehen. Wenn es möglich ist, eröffnen Sie einfach ein Depot und schauen Sie, welche Gebühren abgerechnet werden. Dann können Sie mit einem anderen Anbieter vergleichen und notfalls einen Depotwechsel vornehmen. Das ist jederzeit und kostenlos möglich!

Sie wollen Aktien kaufen und verkaufen und damit Ihren finanziellen Gewinn erhöhen. Dafür brauchen Sie aber ein Konto, denn der Aktienhandel läuft heute nur noch elektronisch.

Sie wollen Aktien kaufen und verkaufen und damit Ihren finanziellen Gewinn erhöhen. Dafür brauchen Sie aber ein Konto, denn der Aktienhandel läuft heute nur noch elektronisch. (#01)

Anmeldung per Online Formular: Das ist ein Depot

Sie wollen Aktien kaufen und verkaufen und damit Ihren finanziellen Gewinn erhöhen. Dafür brauchen Sie aber ein Konto, denn der Aktienhandel läuft heute nur noch elektronisch. Die alten Wertpapiere, die noch physischer Art waren, sind längst nicht mehr auf dem Markt zu finden oder werden gar rege gehandelt. Der Aktienhandel wird fast nur noch auf elektronischem Wege durchgeführt.

Für die Kontoverwaltung brauchen Sie aber ein Depot, es ist Ihr Aufbewahrungsort für Ihre Aktien. Hierüber platzieren Sie die Aufträge zum Kaufen und Verkaufen. Sie brauchen aber für alle Finanzhandlungen ein Verrechnungskonto, dieses wird bei der Depoteröffnung angelegt. Hierauf bekommen Sie die Erlöse aus Ihren Aktiengewinnen ausgezahlt.

Es gibt verschiedene Arten von Depots. Zum einen ist es möglich, einen Kauf oder Verkauf über den Kundenberater der Bank anzumelden, dieser führt die gewünschte Transaktion dann aus. Führen Sie das Depot online über einen Discountbroker, müssen Sie die Transaktionen selbst vornehmen.

Sie platzieren die Order und brauchen auch dafür wieder ein Online Formular. In dieses geben Sie Wertpapierkennungsnummer für deutsche oder internationale Aktien ein und nennen die Stückzahl der Aktien, die gekauft oder verkauft werden sollen. Das Online Formular ist selbsterklärend und führt Sie zielsicher durch die Transaktion.

Depoteinrichtung per Online Formular: Schritt für Schritt erklärt

Die Eröffnung eines Depots ist denkbar einfach und läuft über das Online Formular der Bank oder des Brokers. Die entsprechenden Formulare können direkt online ausgefüllt und abgeschickt werden, auch das Ausdrucken und Versenden per Briefpost ist möglich. Wichtig: Jeder Antragsteller auf ein Depot muss sich gegenüber der Bank ausweisen, wofür es nicht reicht, nur den Ausweis vorzulegen.

Das Postident-Verfahren kommt zur Legitimierung infrage. Dieses ist allerdings inzwischen auch bequem von Smartphone oder Tablet aus möglich, Sie müssen dafür nicht mehr eigens in die Filiale der Deutschen Post gehen. Die Post wird nach der Legitimation alle nötigen Daten an die Depotbank weiterleiten, diese wiederum versendet alles Nötige zur Aktivierung Ihres Depots. Der ganze Vorgang dauert nur wenige Tage.

Die Bank richtet zudem das Verrechnungskonto ein. Für dieses Verrechnungskonto, auf das Erlöse und Dividenden gehen, muss es ein Referenzkonto geben, über das Zahlungen möglich sind.

Wichtig: Vergessen Sie nicht, Geld auf das Verrechnungskonto einzuzahlen, bevor Sie die ersten Aktien kaufen wollen, denn von hier aus werden die Kaufsummen eingezogen.

Die Eröffnung des Depots noch einmal in der Übersicht:

  • Bank oder Broker aussuchen
  • Online Formular ausfüllen und absenden
  • Legitimierung bei der Deutschen Post durchführen lassen
  • auf Bestätigung und Zugangsdaten warten
  • Geld auf Verrechnungskonto einzahlen
  • erste Aktien kaufen

Ganz wichtig ist die Entscheidung, ob Sie ein Gemeinschaftsdepot einrichten lassen wollen oder nicht. Für Eheleute mag das praktisch sein, denn hierüber lassen sich die Aktienverkäufe für den Partner verwalten, wenn dieser einmal verhindert sein sollte. Allerdings ist es mit einer einfachen Steuerbescheinigung dann nicht mehr getan, denn ein Gemeinschaftsdepot lässt sich nur schwer steuerlich handeln.

Auch dann, wenn Sie sich trennen sollten, ist ein solches Depot nicht einfach, denn die Erlöse stehen je nach rechtlicher Stellung der beiden Partner allen gleichmäßig oder in festen Anteilen zu.

Es ist soweit: Sie haben per Online Formular das Depot eröffnet und können nun damit anfangen, den Aktienhandel aktiv zu betreiben.

Es ist soweit: Sie haben per Online Formular das Depot eröffnet und können nun damit anfangen, den Aktienhandel aktiv zu betreiben.(#02)

Das erste Mal

Es ist soweit: Sie haben per Online Formular das Depot eröffnet und können nun damit anfangen, den Aktienhandel aktiv zu betreiben. Es ist auch gar nicht so schwer, Aktien zu kaufen und zu verkaufen, vor allem dann, wenn Sie einen Berater an der Seite haben. Ansonsten gehen Sie Schritt für Schritt vor und folgen den Angaben auf der Depotseite. Geben Sie an, was und wie viel Sie kaufen oder verkaufen wollen und sagen Sie dem System auch, zu welchem Preis Sie handeln wollen.

Damit die Aktien eindeutig zugeordnet werden können, sind sie mit einer individuellen Nummer versehen, die in der Onlinemaske erfragt wird. Deutschland verwendet für seine Aktien WKN als Kennzeichnung, hier stehen insgesamt sechs Stellen aus Zahlen und Buchstaben. International gehandelte Aktien sind mit der ISIN gekennzeichnet, die wiederum zwölf Stellen hat und aus zwei weiteren Buchstaben als Länderkennzeichnung besteht.

Wichtig: Viele Anfänger machen den Fehler und rechnen nur mit den Kauf- und Verkaufspreisen. Vergessen Sie nicht die Ordergebühren? Diese können teilweise recht hoch sein und schmälern den Gewinn deutlich.

Sie müssen außerdem selbst angeben, auf welchem Platz die Aktien gehandelt werden sollen. Teilweise werden Aktien an einer Börse günstiger gehandelt als an einer anderen. Manche Aktien werden an kleinen Börsen sogar gar nicht gehandelt, ebenso wie andere den Weg zu großen Börsen nicht finden.

Tipp: Übernehmen Sie nie den im Formular vorgeschlagenen Handelsplatz! XETRA ist für Standardwerte meist die beste Wahl, hier werden alle Aktien großer Unternehmen mit internationaler Geschäftstätigkeit gehandelt. MDAX oder SDAX sind für kleine Indizes sinnvoller.

Wie bereits erwähnt wurde, ist es leicht möglich, einen Depotübertrag vorzunehmen.

Wie bereits erwähnt wurde, ist es leicht möglich, einen Depotübertrag vorzunehmen.(#03)

Depot übertragen: So wechseln Sie Ihr Depot

Wie bereits erwähnt wurde, ist es leicht möglich, einen Depotübertrag vorzunehmen. Dazu müssen Sie nur zuerst ein neues Depot eröffnen. Füllen Sie nun noch das Formular aus, mit dem die Übertragung in die Wege geleitet werden soll. Einen Übertrag aus einem Depot nehmen Sie natürlich mit und handeln damit weiter.

Gut zu wissen. Den Wechsel können Sie sowohl bei der alten als auch bei der neuen Bank in Auftrag geben, diese Serviceleistung übernehmen beide Seiten. Meist wird der entsprechende Auftrag aber an die Bank erteilt, die das neue Depot führen soll.

Sie kümmert sich auch darum, dass der noch vorhandene Übertrag auf Ihr neues Depot gelangt und dass das alte Depot gelöscht wird. Die Löschung ist aber nicht bei jeder Bank ein Bestandteil der typischen Serviceleistungen, daher kann es sein, dass Sie das sogar selbst in die Wege leiten müssen.

Sofern das alte Depot mit Gebühren behaftet ist, sollten Sie die Löschung möglichst zügig in Auftrag geben! Teilweise bekommen Sie eine Steuerbescheinigung übermittelt, in der die bis dahin angefallenen Erträge oder Verluste aus dem Steuerjahr aufgeführt sind. In der Regel erhält das Finanzamt diese Bescheinigung auf elektronischem Wege und Sie bekommen lediglich einen Papierausdruck davon.

Der Depotübertrag wird vergleichsweise schnell vorgenommen, wobei sich die Banken durchaus in ihrem Arbeitstempo unterscheiden. Teilweise kann es sogar bis zu vier Wochen dauern, bis alle damit verbundenen Leistungen abgeschlossen sind. Die meisten Banken sind aber innerhalb weniger Tage soweit und haben das Depot übertragen. Während der Zeit, in der der Wechsel ausgeführt wird und in der der Übertrag auf das neue Depot gelangt, sind allerdings keine Transaktionen möglich. Handeln können Sie erst nach Beendigung der Übertragung, dann allerdings ohne weitere Einschränkungen.

Für alle Anleger wichtig: Die Übertragung darf nichts kosten!

Der BGH hat ein diesbezügliches Urteil gefällt und festgelegt, dass Bankkunden nichts für den Wechsel zahlen müssen. Weder die alte Bank noch die neue darf Ihnen Gebühren berechnen. Allerdings ist es möglich, dass sogenannte Fremdkosten anfallen, was dann möglich ist, wenn Sie Ihre Aktien bei einer Bank im Ausland lagern.

Auch Servicegebühren können anfallen, wenn ein Broker für Sie beratend oder vergleichend aktiv wird, ehe Sie den Wechsel durchführen. Dies dürfte aber relativ verständlich sein, immerhin hat dieser dann eine Leistung erbracht, die nicht mit dem Wechsel direkt zu tun hat, sondern eine Art Vorleistung ist.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild:  Online Formular -#01: goodluz -#02: Production Perig -#03: _fizkes

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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