Libelium: Parken mit IoT-Cloudtechnik

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Die Stadtverwaltung der kalifornischen Stadt St. Pete Beach ist mit dem IoT-Entwickler Libelium eine Kooperation eingegangen, um die vielfältigen Parkplatzprobleme anzugehen. Mittels einer Cloudlösung sollen freie Stellplätze von belegten unterschieden und in Echtzeit weitergemeldet werden. Eine Lösung, die auch Immobilienverwalter interessieren könnte.

Attraktive Ziele – schwindende Parkplätze

Wer kennt das Problem der stundenlangen Suche nach Parkplätzen in Städten nicht. Ob man In attraktiven und zunehmend verdichteten Innenstadtbereichen nun beruflich oder privat unterwegs ist. Stets ist es so gut wie aussichtslos in unmittelbarer Nähe des angestrebten Ziels freie und kostengünstige Parkplätze für den eigenen fahrbaren Untersatz zu bekommen.

Parkplatzprobleme für Besucher und Anwohner

Mitunter sind sogar Bewohner von Immobilien gezwungen, ihre Pkws viele Straßenzüge entfernt abzustellen, weil direkt vor der eigenen Haustür alles belegt ist. Lieferanten, die nur mal ganz kurz etwas abgeben wollen und dann doch den ganzen Tag und die darauffolgende Nacht stehen bleiben. Touristen, die sich teure Buchten in Parkhäusern sparen, indem sie einfach Mieterplätze blockieren. Oder Vermieter, denen erst nach Jahren auffällt, dass sich mehrfach bezahlte Stellplätze einfach mehr lohnen als kostenlose oder mit den Nebenkosten verrechnete. Überall wird der Raum für Parkende stetig kleiner.

Echtzeit-Bedürfnisse unterschiedlicher Gruppen

Eine Gemengelage, die dem Touristenmagnet St. Pete Beach nicht fremd ist. Immer wieder werden Beschwerden an die Verwaltung herangetragen, dass man nicht innerhalb kurzer Zeit, Orte findet, an denen man sein Auto abstellen kann. Auch die häufige Belegung von explizit für behinderte Menschen ausgezeichneten Parkmöglichkeiten durch Nicht-Behinderte sorgt häufig für Unmut bei Reisenden und Einwohnern.

IOT gegen den Parkplatzmangel

Deshalb haben sich die Verantwortlichen, mit dem IoT-Hersteller Libelium zusammengetan, um bei diesem Problem Abhilfe zu schaffen. Bei der entwickelten Lösung kommen in einem ersten Versuch 750 IoT-Sensoren zum Einsatz. Diese werden an Orten angebracht, die sich zum Parken eignen. Wann immer dort ein Wagen abgestellt oder davon wegbewegt wird, melden das die Module in Echtzeit an eine Cloud. Diese ist in der Lage die generierten Daten an die Internetseite der Stadt oder über eine Applikation gleich an interessierte Smartphone-Besitzer weiterzuleiten. Reisende und Bewohner können so jederzeit überprüfen, wo sich der nächstgelegene passende Abstellplatz befindet. Für versehrte Menschen werden darüber hinaus extra Räume ausgewiesen, die näher an beliebten Zielen liegen.

Wachstumsmarkt IoT-Verkehrskontrolle

Für viele Experten steht fest, dass die Zukunft der Städte intelligent sein wird. Wachsende Zuzüge und steigende Verkehrsaufkommen in Herzen von Metropolen müssen irgendwie mit begrenzten Infrastrukturen in Einklang gebracht werden. Eine zunehmende intelligente Vernetzung verspricht da Lösungsmöglichkeiten. Nicht zuletzt, weil die dafür benötigte Sensor-Technologie oft immer erschwinglicher wird. Auch ihre Anwendungsmöglichkeiten entwickeln sich zusehends. Von der Verwaltung der verfügbaren Parkkapazitäten über Regulierungen des Verkehrsflusses bis hin zur Steuerung von Menschengruppen zu öffentlichen Verkehrsmitteln ist heute schon vieles umsetzbar. Weltweit wird zudem dem Markt für smartes Parken laut Branchenkennern bis 2027 ein Potential über 11 Milliarden US-Dollar zugetraut, von zuletzt 6 Milliarden 2019.

 

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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