Wasseraufbereitung: proAqua GmbH & Co. KG aus Mainz weltweit gefragt
Mit ihrem jährlichen EU-Projekttag will die IHK den Berufsschülerinnen und Berufsschülern praxisnah veranschaulichen, was Europa konkret für regionale Unternehmen bedeutet.
Das Mainzer Spezialunternehmen für Wasseraufbereitung proAqua entwickelt Technologien für Kunden auf vier Kontinenten. Nur in der Internationalisierung sieht Huth noch Wachstums-Chancen: "Wer sich auf dem Wassermarkt nur auf Deutschland beschränkt, wird keinen dauerhaften Erfolg haben - Europa muss es mindestens sein." Ob Prozesswasser in indischen Autofabriken, Meerwasserentsalzung in Arabien, Flusswasserreinigung in Vietnam oder Kläranlagen in Rumänien - der Mainzer Mittelständler entwickelt innovative Anlagen oder chemische Konzeptionen für die Aufbereitung einer natürlichen Ressource, die in schnell wachsenden Volkswirtschaften wie China, Indien oder Südafrika schon 2025 knapp zu werden droht.
Dass der direkte Wasserbedarf - gemessen in Liter pro Kopf und Tag - beispielsweise im Tschad 11 Liter, in Deutschland 126 Liter oder in Australien 471 Liter beträgt, sagt laut Huth nichts aus über das wahre Ausmaß des weltweit dramatisch steigenden Verbrauchs: "Erst der virtuelle Bedarf zeigt, warum Wasser schon bald so knapp wird, dass vielleicht sogar Kriege um seinen Besitz geführt werden." So verbraucht die Produktion einer Tasse Kaffee 140 Liter Wasser von der Aufzucht der Bohne bis zur Zubereitung im Haushalt. Auf dieser Berechnungsbasis verbraucht ein Kilogramm Rindfleisch 15.500 Liter oder der Bau eines Autos 300.000 Liter.
Dass in Deutschland bereits früh im vorigen Jahrhundert mit der Einrichtung von Kläranlagen begonnen wurde, verschafft der heimischen Branche nun einen Vorsprung als weltweiter Technologieführer. Wasseraufbereitung "Made in Germany" ist rund um den Globus gefragt. Wachsendes Umweltbewusstsein in Osteuropa, Asien oder Lateinamerika lässt den Wassermarkt jährlich um mindestens fünf Prozent wachsen. So hat das Mainzer Unternehmen seit 1998 fünf Tochtergesellschaften in Europa gegründet und arbeitet mit Repräsentanten in vier Erdteilen.
Das vereinte Europa bringt dem Mainzer Mittelständler vor allem einen Vorteil - die einheitliche Währung. Der Unternehmer hat es mit Kunden zu tun, die unter den verschiedensten gesetzlichen und finanziellen Rahmenbedingungen agieren. Beträgt die durchschnittliche Zahlungsfrist in Deutschland 31 Tage, wartet man in anderen Ländern üblicherweise bis 180 Tage auf sein Geld. Da bedarf es bei proAqua voraussc Das vereinte Europa bringt dem Mainzer Mittelständler vor allem einen Vorteil - die einheitliche Währung. Der Unternehmer hat es mit Kunden zu tun, die unter den verschiedensten gesetzlichen und finanziellen Rahmenbedingungen agieren. Beträgt die durchschnittliche Zahlungsfrist in Deutschland 31 Tage, wartet man in anderen Ländern üblicherweise bis 180 Tage auf sein Geld. Da bedarf es bei proAqua vorausschauender Finanzplanung. Dass die weltweit verstreuten Kunden zum größten Teil in Euro abrechnen, vermindert zumindest das Risiko, dass die Mainzer Wasseraufbereiter plötzlich wegen Währungsschwankungen auf dem Trockenen sitzen. Dr. Wolf-Dietger Huth weiß, was er an Europa schätzt: "Der Euro ist für uns ein Segen."
Quelle: Pressemeldung Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen
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