R+V Versicherung zum Geschäftsjahr 2000:

23.02.2001 | Wiesbaden
Kompositversicherung wuchs überdurchschnittlich - Lebensversicherungsgeschäft erwartungsgemäß unter Vorjahr

Beitragszuwachs von 5,9 Prozent auf 11,9 Mrd. DM. Hierin enthalten sind erstmals die KRAVAG-LOGISITIC Versicherungs-AG, der von der R+V Allgemeine Die R+V Versicherungsgruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2000 einen Versicherung AG und die KRAVAG-SACH VVaG gegründete Spezialversicherer für das gewerbliche Kraftfahrt- und Transportgeschäft, sowie die KRAVAG-LEBEN Versicherungs-AG. Ohne diesen Sondereffekt hätte sich für die R+V Gruppe ein Beitragszuwachs von unter einem Prozent ergeben. Erhebliche Auswirkungen auf die Beitragsentwicklung 2000 hatten auch die Folgen des Ausnahmejahres 1999 in der Lebensversicherung.

Die inländischen Kompositversicherer der R+V Gruppe - R+V Allgemeine Versicherung AG, KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-AG, R+V Rechtsschutzversicherung AG, Vereinigte Tierversicherung Gesellschaft a.G. - erzielten im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Beitragsvolumen von zusammen 4,5 Mrd. DM. Bereinigt um den "KRAVAG-Effekt" entsprach das einem Plus von 2,6 Prozent. Damit konnte die R+V in der Kompositversicherung erneut Marktanteile hinzugewinnen. Die R+V Lebensversicherungsgesellschaften verbuchten in 2000 im Vergleich zum außerordentlich hohen Niveau des Vorjahres um knapp ein Prozent niedrigere Beitragseinnahmen von 5,6 Mrd. DM.

Die Kapitalanlagen der R+V Gruppe erhöhten sich im Jahresverlauf 2000 um rund 10 Prozent auf über 60 Mrd. DM.

"In fast allen großen Kompositsparten konnten wir uns erneut besser als der Markt entwickeln. Dass wir in der Lebensversicherung hinter dem Ausnahmejahr 1999 zurückblieben, damit haben wir gerechnet. Insgesamt können wir angesichts erneut guter Kapitalanlageergebnisse - trotz weiterhin angespannter versicherungstechnischer Ergebnisse - mit dem Geschäftsjahr 2000 zufrieden sein", fasste Dr. Jürgen Förterer, Vorstandsvorsitzender der R+V Versicherung, den Geschäftsverlauf 2000 zusammen. "Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir in der Lebensversicherung wieder eine positive Beitragsentwicklung und in der Kompositversicherung eine sich weiter fortsetzende Entspannung."

Hauptwachstumssparten in der Kompositversicherung: Kraftfahrt, Haftpflicht, Unfall, Kredit

Die R+V Allgemeine Versicherung AG, der größte Kompositversicherer der R+V Gruppe, verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Beitragsrückgang von 4,4 Prozent auf 3,6 Mrd. DM. Ohne den Sondereffekt durch die Bestandsübertragung auf das neu gegründete Tochterunternehmen KRAVAG-LOGISTIC hätte sich jedoch ein Beitragsplus von 2,5 Prozent ergeben. Nach einem Rückgang im Vorjahr legte das Kraftfahrtgeschäft der R+V Allgemeine - einschließlich des auf die KRAVAG-LOGISITC übertragenen Geschäftes - um rund 4 Prozent zu und wuchs damit stärker als der Markt. Beitragsanpassungen im Bestand und eine erfolgreiche Neukundengewinnung trugen hierzu bei. Das gesamte Kraftfahrtgeschäft einschließlich der KRAVAG-LOGISTIC wies gegenüber 1999 ein Plus von 29,7 Prozent auf. Positiv entwickelte sich im vergangenen Jahr auch die Allgemeine Haftpflichtversicherung, die ihre Prämieneinnahmen um 4,5 Prozent - deutlich mehr als die Branche - auf über 500 Mio. DM erhöhte, und einschließlich KRAVAG-LOGISTIC sogar um 8,9 Prozent zulegte. Auch die Allgemeine Unfallversicherung steigerte sich um 2,4 Prozent auf ein Beitragsvolumen von 677 Mio. DM. Wiederum gut gewachsen ist die Kreditversicherung, die ein überdurchschnittliches Beitragsplus von 21,2 Prozent erreichte. Der hohe Zuwachs ist hauptsächlich auf die Kautions- und Warenkreditversicherung sowie auf Spezialprodukte für die mittelständische Kundschaft zurückzuführen.

Bei der R+V Rechtsschutzversicherung AG erhöhten sich die Beiträge überdurchschnittlich um 6,1 Prozent auf 148 Mio. DM. Insgesamt konnten 64.900 neue Verträge (+34%) abgeschlossen werden - die höchste Stückzahl, die je im Neugeschäft erzielt wurde.

Die KRAVAG-LOGISTIC trug in ihrem ersten Geschäftsjahr zum gesamten Kompositgeschäft Bruttobeiträge von 756 Mio. DM bei.

Vorzieheffekte und Unsicherheiten bei Rentenplänen bremsten Lebengeschäft

Die R+V Lebensversicherungsgesellschaften verbuchten im Geschäftsjahr 2000 gegenüber dem außerordentlich hohen Niveau 1999 um knapp ein Prozent niedrigere Beitragseinnahmen von 5,6 Mrd. DM. Ohne die erstmalige Einbeziehung der KRAVAG-LEBEN Versicherungs-AG gingen die Beiträge um 2 Prozent auf 5,5 Mrd. DM zurück. Zu dieser Entwicklung trugen wesentlich die Einmalbeiträge bei, die zwar gegenüber dem Vorjahr um 33 Prozent zurückgingen, gegenüber 1998 jedoch um 33,4 Prozent auf 0,6 Mrd. DM anstiegen. Die laufenden Beiträge legten dagegen um 5,5 Prozent auf 5 Mrd. DM zu.

Im Vergleich zu 1998 ergab sich bei den gebuchten Bruttobeiträgen ein über dem Markt liegendes Plus von 22,9 Prozent.

Der gesamte Neuzugangsbeitrag reduzierte sich gegenüber dem hohen Ausgangswert 1999 um 45,8 Prozent auf 1,1 Mrd. DM. Im Bestand überschritt die Versicherungssumme erstmals die Grenze von 150 Mrd. DM. Das entspricht gegenüber 1999 einem Zuwachs von 1,2 Prozent.

Wie die gesamte Branche war auch die R+V Lebensversicherung im vergangenen Geschäftsjahr von der Entscheidung vieler Kunden betroffen, ihre Versicherungsabschlüsse bereits 1999 zu tätigen. Zusätzlich wurde das Lebensversicherungsgeschäft gegen Ende des Jahres 2000 dadurch geschwächt, dass viele Bürger die Verabschiedung des Rentenreformgesetzes und des Altersvermögensgesetzes mit seinen geplanten Fördermöglichkeiten für eine private Altersvorsorge abwarteten.

Das Beitragsvolumen der R+V Krankenversicherung AG erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 17,1 Prozent auf rund 128 Mio. DM. Wie in den Jahren zuvor wuchs die Gesellschaft damit wiederum zweistellig. Im Neuzugang erreichte sie 2000 eine Steigerung von 32 Prozent.

Quelle: Pressemeldung R+V Versicherung AG

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